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Ein lebenlang Emigrant S. Banu Yalkut Breddermann Ein lebenlang Emigrant S. Banu Yalkut Breddermann

Ein lebenlang EmigrantErol Güney'in Yaşam Öyküsü

Liste Fiyatı : 13,00
Ein lebenlang Emigrant
Ein lebenlang Emigrant Erol Güney'in Yaşam Öyküsü
Regenbogen Buchhandlung
13.00

Ein Leben lang Emigrant… Erol Güneys Lebenslauf


S. Banu Yalkut Breddermann
Dokumentarfilm 103 mm.

Türkisch

Untertitel: Deutsch, Englisch

Erol Güney wurde als Michel Rottenberg in einer jüdischen Familie 1914 in Odessa geboren. Nach der Oktoberrevolution 1917 kam er mit seiner Familie nach Istanbul. Dort studierte er Philosophie, Französisch und Englische Literatur an der Istanbul Universität bei Professoren wie Hans Reichenbach und Erich Auerbach, die aus dem Nazi-Deutschland fliehen und in der Türkei Asyl finden konnten.
In jenen Tagen wurden berühmte zeitgenössische Dichter und Schriftsteller der Türkei zu Erol Güneys Freunden. Berühmtheit erlangte Güney durch ein Gedicht des renommierten Dichters Orhan Veli mit dem Titel „Erol Güneys Katze“, das auch im Film zur Sprache kommt. Erol Güneys Frau Dora und ihre Schwestern Seza und Bella unterstützten Güney bei seinen Bemühungen, die türkische Kultur weiter zu entwickeln. Die Schwägerin Bella lebt noch und erinnert sich gut an diese frohen und viel versprechenden Tage.
Der Dokumentarfilm demonstriert die faszinierende „türkische Renaissance“, die in den ersten Jahren der türkischen Republik stattfand und in der die türkische Poesie auf einem Höhepunkt angelangt war. Es sind die Jahre, in denen progressive und alternative Bildungsprojekte entwickelt wurden und in denen die Stimmung im Lande durch ein großes Interesse und einer großen Neugier am kulturellen Austausch aller Art bestimmte war. Als einer der charakteristischen Migranten sprach Erol Güney mehrere Sprachen, wodurch er in der Lage, Werke von Dostojewski, Gontscharow, Tschechow, Molière, Plato u. a. ins Türkische zu übersetzen.
Die „türkische Renaissance“ fand ihr Ende nachdem Zweiten Weltkrieg. Die auf einer neuen Reformpädagogik basierenden Bildungsprojekte, wie beispielsweise die Dorfinstitute „Köy Enstitüleri“ und das eingerichtete Übersetzungsbüro, wo Erol Güney arbeitete, verloren an Substanz und wurden zu konservativen, der Ideologie des Nationalismus dienenden Institutionen. Erol Güney arbeitete in Ankara als Journalist. Im Jahre 1955 schrieb er einen Artikel über den Wunsch der Sowjetunion, politische und kulturelle Beziehungen mit der Türkei aufzunehmen. Wegen dieses Artikels wurde er mit dem Vorwurf der Spionage verhaftet und ohne Prozess entzog man ihm die türkische Staatsbürgerschaft. Erol Güney war weder praktizierender Jude oder überzeugter Zionist. Er betrachtete sich eher als ein türkischer Staatsbürger und Intellektueller. Nach dem Entzug der Staatsbürgerschaft wurde er zusammen mit anderen Ausgebürgerten in ein Lager in Yozgat eingewiesen. Schließlich verwies man Erol Güney des Landes. Er ging nach Frankreich, wo er für „Agence France Presse“ und die Tageszeitung „Le Monde“ arbeitete. Dort waren ihm als Migrant weder der Besitz eines französischen Passes noch Bürgerrechte gewährt. Daher beschloss er 1955 nach Israel auszuwandern, wo er laut israelischer Gesetzgebung nicht ausgewiesen werden konnte. In Israel arbeitete Erol Güney bis zu seinem Tode als Journalist. Er verstarb am 11. Oktober 2009.

 

 

  • Açıklama
    • Ein Leben lang Emigrant… Erol Güneys Lebenslauf


      S. Banu Yalkut Breddermann
      Dokumentarfilm 103 mm.

      Türkisch

      Untertitel: Deutsch, Englisch

      Erol Güney wurde als Michel Rottenberg in einer jüdischen Familie 1914 in Odessa geboren. Nach der Oktoberrevolution 1917 kam er mit seiner Familie nach Istanbul. Dort studierte er Philosophie, Französisch und Englische Literatur an der Istanbul Universität bei Professoren wie Hans Reichenbach und Erich Auerbach, die aus dem Nazi-Deutschland fliehen und in der Türkei Asyl finden konnten.
      In jenen Tagen wurden berühmte zeitgenössische Dichter und Schriftsteller der Türkei zu Erol Güneys Freunden. Berühmtheit erlangte Güney durch ein Gedicht des renommierten Dichters Orhan Veli mit dem Titel „Erol Güneys Katze“, das auch im Film zur Sprache kommt. Erol Güneys Frau Dora und ihre Schwestern Seza und Bella unterstützten Güney bei seinen Bemühungen, die türkische Kultur weiter zu entwickeln. Die Schwägerin Bella lebt noch und erinnert sich gut an diese frohen und viel versprechenden Tage.
      Der Dokumentarfilm demonstriert die faszinierende „türkische Renaissance“, die in den ersten Jahren der türkischen Republik stattfand und in der die türkische Poesie auf einem Höhepunkt angelangt war. Es sind die Jahre, in denen progressive und alternative Bildungsprojekte entwickelt wurden und in denen die Stimmung im Lande durch ein großes Interesse und einer großen Neugier am kulturellen Austausch aller Art bestimmte war. Als einer der charakteristischen Migranten sprach Erol Güney mehrere Sprachen, wodurch er in der Lage, Werke von Dostojewski, Gontscharow, Tschechow, Molière, Plato u. a. ins Türkische zu übersetzen.
      Die „türkische Renaissance“ fand ihr Ende nachdem Zweiten Weltkrieg. Die auf einer neuen Reformpädagogik basierenden Bildungsprojekte, wie beispielsweise die Dorfinstitute „Köy Enstitüleri“ und das eingerichtete Übersetzungsbüro, wo Erol Güney arbeitete, verloren an Substanz und wurden zu konservativen, der Ideologie des Nationalismus dienenden Institutionen. Erol Güney arbeitete in Ankara als Journalist. Im Jahre 1955 schrieb er einen Artikel über den Wunsch der Sowjetunion, politische und kulturelle Beziehungen mit der Türkei aufzunehmen. Wegen dieses Artikels wurde er mit dem Vorwurf der Spionage verhaftet und ohne Prozess entzog man ihm die türkische Staatsbürgerschaft. Erol Güney war weder praktizierender Jude oder überzeugter Zionist. Er betrachtete sich eher als ein türkischer Staatsbürger und Intellektueller. Nach dem Entzug der Staatsbürgerschaft wurde er zusammen mit anderen Ausgebürgerten in ein Lager in Yozgat eingewiesen. Schließlich verwies man Erol Güney des Landes. Er ging nach Frankreich, wo er für „Agence France Presse“ und die Tageszeitung „Le Monde“ arbeitete. Dort waren ihm als Migrant weder der Besitz eines französischen Passes noch Bürgerrechte gewährt. Daher beschloss er 1955 nach Israel auszuwandern, wo er laut israelischer Gesetzgebung nicht ausgewiesen werden konnte. In Israel arbeitete Erol Güney bis zu seinem Tode als Journalist. Er verstarb am 11. Oktober 2009.

       

       

      Stok Kodu
      :
      15156198874144
      Basım Tarihi
      :
      2014
      Dili
      :
      Türkisch / Untertitel: Deutsch
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